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Prüfung nach der Finanzanlagenvermittlungs-Verordnung (FinVermV)

27. Februar 2019

Prüfungspflicht:

Die gewerbliche Vermittlung von Finanzanlagen ist in § 34 f GewO geregelt. Danach müssen alle Finanzanlagenvermittler eine eine spezielle Erlaubnis beantragen.

Der Inhaber einer solchen Erlaubnis ist aufgrund des § 24 der FinVermV verpflichtet, die Einhaltung der sich aus den §§ 12 bis 23 FinVermV ergebenden Verpflichtungen für jedes Kalenderjahr durch einen geeigneten Prüfer prüfen und einen Bericht erstellen zu lassen.

Wer der Prüfung nicht nachkommt und keinen Prüfungsbericht einreicht, gefährdet seine Zulassung als Vermittler für Finanzanlagen. Nachfolgend ein erster Überblick:

Betroffene Finanzanlagen:

Der Erlaubnis- und Prüfungspflicht unterliegen gewerbliche Vermittler vor allem von:

Investment- oder sonstigen offenen Fonds,

Geschlossenen Fonds,

Sonstigen Vermögensanlagen und Genossenschaftsanteilen,

Unternehmensbeteiligungen,

Treuhandvermögen,

Vermittler von Direktinvestments (zum Beispiel Container, Windräder, Solaranlagen).

Die Erlaubnis kann für eine oder mehrere Kategorien beantragt und erteilt werden.

Prüfer:

Geeignete Prüfer sind u.a. Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer. Voraussetzung ist in allen Fällen, dass der Prüfer über ausreichend Erfahrung und Kompetenz verfügt. Ich darf Ihnen versichern, daß ich diese Voraussetzungen aufgrund meiner langjährigen Prüfungstätigkeit vollständig erfülle.

Kosten:

Die Kosten richten sich nach dem Umfang des zu prüfenden Unternehmens. Bei einfachen wird eine Prüfung nicht mehr als ca. 600.- Euro kosten. Bei komplexeren Sachverhalten und größerem Provisionsvolumen kann die Gebühr höher sein, in den meisten Fällen jedoch nicht mehr als 1.500.- Euro.

Belegeinsicht:

Folgende Belege werden benötig:

  • Erlaubnis nach § 34f GewO,
  • Handelsregisterauszug – nur bei Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) und eingetragenen Kaufleuten (e.K., OHG, KG),
  • Provisionsumsätze, ggf. gestaffelt nach offenen Fonds, geschlossenen Fonds und sonstigen Vermögensanlagen,
  • Unterschriebene Beratungsprotokolle (Stichproben), wenn Anlageberatung durchgeführt wird,
  • Die Vermittlungsdokumentation bei der Anlagevermittlung,
  • Geeignetheitstest wenn Anlageberatung durchgeführt wird bzw. Angemessenheitstest, wenn Anlagevermittlung durchgeführt wird (häufig auch Kundenprofil oder WpHG-Bogen genannt),
  • Produktinformationsblätter (Anlegerinformationen, Vermögensanlageninformationsblätter),
  • Angaben über Werbemittel, z.B. Webauftritt, Flyer, Anzeigen.

Vollständigkeitserklärung:

Hierin erklären Sie, dem Prüfer alle verlangten Auskünfte erteilt und alle zur Erreichung des Prüfungszweckes erforderlichen Unterlagen zur Einsicht bereitgestellt zu haben.

Über Ihren Prüfungsauftrag würde ich mich freuen und verspreche eine zeitnahe und sorgfältige Bearbeitung, wobei ich Ihre zeitliche Inanspruchnahme auf ein Wesentliches beschränke.

Den fertigen Bericht sende ich Ihnen nach erfolgter Prüfung zu.